Besuchervorbereitung
Besuchervorbereitung für die Hannover Messe, Checkliste für den Messetag
Besuchervorbereitung Messe: Checkliste für die Hannover Messe mit Anreise, Hallenplan, Terminvereinbarung, Messetag, Nachbereitung und FKM-Zahlen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Besuchervorbereitung Messe heißt: Anreise, Hallenplan und Termine stehen vor dem ersten Messetag.
- Die Hannover Messe liegt auf dem Messegelände in Hannover-Laatzen, erreichbar über S-Bahn, Auto und Flugzeug.
- Ohne Hallenplan verlieren Sie zwischen den Messehallen Stunden, besonders am ersten Tag.
- Termine mit Ausstellern gehören schriftlich fixiert, mit Halle, Stand und Ansprechpartner.
- Die Nachbereitung entscheidet, ob aus Kontakten Aufträge werden.
- FKM-geprüfte Besucherzahlen helfen bei der Auswahl der richtigen Leitmesse.
Besuchervorbereitung für die Hannover Messe: Der Fahrplan
Wer die Hannover Messe effizient nutzen will, arbeitet rückwärts vom Messetag. Vier bis sechs Wochen vorher steht das Ziel fest: Suchen Sie Zulieferer, Maschinen oder Forschungspartner? Erst danach wählen Sie Hallen und Aussteller aus.
Die Hannover Messe bündelt mehrere Leitmessen unter einem Dach. Das bedeutet: Das Gelände der Deutschen Messe AG in Hannover-Laatzen ist groß, die Wege sind lang, und ein Tag reicht für einen Schwerpunkt, nicht für alles.
Ein realistischer Fahrplan sieht so aus:
- Ziel und Budget festlegen, inklusive Reisekosten und Eintritt.
- Ausstellerverzeichnis durchsuchen und eine Longlist von 20 bis 30 Firmen anlegen.
- Termine per Mail anfragen, mit Wunschtag und Zeitfenster.
- Hallenplan studieren und Wege zwischen den Terminen prüfen.
- Anreise und Unterkunft buchen, sobald der Messetag steht.
Wer Messereisen im Auftrag des Arbeitgebers bucht, sollte die reisevertragsrechtlichen Fragen kennen. Für Pauschalreisen gilt dabei das Reisevertragsrecht nach Paragraf 651 BGB, etwa bei Stornierungen und Umbuchungen.
Die passenden Normen finden sich in der Gesetzesübersicht zum Reise- und Reiserecht, die auch die Erstattung von Reisekosten bei Messebesuchen betrifft.
Warum die Vorbereitung über den Messetag entscheidet
Ein Messebesuch ohne Vorbereitung endet meist am Stand des erstbesten Anbieters. Mit Vorbereitung treffen Sie die Menschen, die zu Ihrem Bedarf passen. Der Unterschied liegt nicht im Budget, sondern in der Struktur.
Anreise und Unterkunft in Hannover
Hannover ist während der Messe ausgebucht. Hotels in der Innenstadt, in der List und rund um den Hauptbahnhof vergeben ihre Zimmer zu Spitzenpreisen. Wer vier bis acht Wochen vorher bucht, hat mehr Auswahl.
Für die Anreise gibt es drei realistische Wege:
- Bahn: Der Hauptbahnhof Hannover liegt an der Nord-Süd-Strecke. Zur Messe fahren S-Bahnen und die Stadtbahn Richtung Messegelände.
- Auto: Über die A7 und die A2, Abfahrt Messegelände. Parkplätze sind vorhanden, aber früh am Morgen schnell belegt.
- Flugzeug: Der Flughafen Hannover liegt rund 20 Kilometer entfernt, mit S-Bahn-Anbindung zum Hauptbahnhof.
Für Unterkünfte gilt: Prüfen Sie die Verbindung zur Messe, nicht nur den Preis. Ein günstiges Zimmer ohne S-Bahn-Anschluss kostet am Ende mehr Zeit als Geld.
Anreise am Messetag
Planen Sie am ersten Tag mindestens eine Stunde Puffer ein. Einlasskontrollen, Taschenkontrolle und der Weg vom Eingang zur ersten Halle brauchen Zeit. Wer um neun Uhr den ersten Termin hat, sollte um acht Uhr am Eingang stehen.
Unterkunft und Reisekosten
Dienstreisen zu Messen sind steuerlich und organisatorisch geregelt. Ob Übernachtungskosten, Verpflegungspauschale oder Fahrtkosten: Die Belege gehören in die Reisekostenabrechnung, nicht in die Schublade.
Hallenplanung und Terminvereinbarung
Der Hallenplan ist das wichtigste Werkzeug der Besuchervorbereitung. Auf dem Gelände der Deutschen Messe AG verteilen sich die Themen auf feste Hallen. Wer die Nummern kennt, plant kurze Wege.
Arbeiten Sie mit drei Kategorien:
- A-Termine: Pflicht, mit fester Uhrzeit und Ansprechpartner.
- B-Termine: wichtig, aber flexibel am selben Tag.
- Laufkundschaft: Stände, die Sie nur bei Zeitreserve besuchen.
Terminanfragen gehören drei bis vier Wochen vor der Messe raus. Nennen Sie Firma, Namen, Funktion und Ihr Anliegen in zwei Sätzen. Aussteller reagieren auf konkrete Anfragen besser als auf allgemeine Besuchswünsche.
Wege im Hallenplan realistisch planen
Rechnen Sie zwischen zwei Terminen in verschiedenen Hallen mit 15 bis 25 Minuten. Wer vier A-Termine über den Tag verteilt, hat genug Luft für Gespräche und Nachfragen.
Terminvereinbarung schriftlich bestätigen
Bitten Sie um eine kurze Bestätigung mit Halle, Standnummer und Name des Gesprächspartners. Diese Mail ist am Messetag mehr wert als jede App.
Checkliste für den Messetag
- Tickets und Ausweis griffbereit, digital und ausgedruckt.
- Hallenplan mit markierten Ständen und Terminzeiten.
- Liste der Ansprechpartner mit Handynummern.
- Notizbuch oder Tablet für Gesprächsnotizen.
- Ausreichend Visitenkarten und Firmenunterlagen.
- Bequeme Schuhe, das Gelände ist weitläufig.
- Wasser und ein Snack für Zwischenzeiten.
- Powerbank für das Smartphone.
Gespräche am Stand führen
Notieren Sie direkt nach dem Gespräch drei Punkte: Bedarf, nächster Schritt, Zuständigkeit. Ohne diese Notiz verschwimmen die Kontakte schon am Abend.
Pausen einplanen
Zwei kurze Pausen halten die Aufnahmefähigkeit. Wer von neun bis achtzehn Uhr durchläuft, verliert gegen Nachmittag die Konzentration für wichtige Gespräche.
Praxisbeispiel
Ein Einkäufer aus Bayern plant zwei Messetage. Tag eins: vier A-Termine bei Antriebstechnik und Automatisierung. Tag zwei: Laufwege zu Zulieferern und ein Nachgespräch mit dem vielversprechendsten Anbieter. Mit dieser Aufteilung bleibt Zeit für unerwartete Kontakte.
Nachbereitung und FKM-geprüfte Besucherzahlen
Die Nachbereitung beginnt am Abend des Messetags, nicht eine Woche später. Sortieren Sie Ihre Notizen nach Priorität und schicken Sie Follow-up-Mails innerhalb von 48 Stunden.
Struktur für die Nachbereitung:
- Kontakte in das CRM oder eine Tabelle übertragen.
- Nach Priorität A, B, C sortieren.
- Follow-up mit Bezug auf das Gespräch formulieren.
- Angebote und Unterlagen anfordern.
- Nach zwei Wochen nachfassen, wenn keine Antwort kommt.
Wer Messebesuche vergleicht, stützt sich auf belastbare Zahlen. Die FKM, die Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen, prüft Besucher- und Ausstellerzahlen nach einheitlichen Regeln. Diese geprüften Werte sind eine bessere Grundlage als Hochglanzprospekte.
Für den Überblick über die Messewirtschaft in Deutschland ist der AUMA, der Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., die zentrale Institution. Hintergrundwissen zu seiner Rolle und zu verwandten Begriffen sammelt die Übersicht bei Wikipedia.
Was die Zahlen für Ihre Planung bedeuten
FKM-geprüfte Besucherzahlen zeigen, wie viele Fachbesucher tatsächlich kommen und aus welchen Branchen. Für die Auswahl der richtigen Messe ist das aussagekräftiger als die Gesamtzahl der Besucher.
Reisekosten abrechnen
Sammeln Sie Belege während der Reise, nicht danach. Bahnticket, Hotelrechnung, Taxi und Parkgebühr gehören in eine Ablage, damit die Abrechnung im Unternehmen ohne Rückfragen läuft.
Häufige Fragen
Wie lange vorher sollte ich die Hannover Messe planen? Vier bis sechs Wochen vorher ist ein guter Start. Termine bei Ausstellern sollten drei bis vier Wochen vor der Messe angefragt werden.
Wie komme ich am besten zur Hannover Messe? Vom Hauptbahnhof Hannover fahren S-Bahn und Stadtbahn zum Messegelände. Mit dem Auto nutzen Sie die A7 oder A2 mit der Abfahrt Messegelände.
Was gehört auf die Checkliste für den Messetag? Ticket, Ausweis, Hallenplan, Terminliste und Visitenkarten. Dazu Notizbuch, Powerbank und bequeme Schuhe.
Wie viele Termine schaffe ich an einem Messetag? Vier bis sechs feste Termine sind realistisch. Planen Sie zwischen Hallen 15 bis 25 Minuten Wegzeit ein.
Was mache ich direkt nach dem Messebesuch? Notizen sortieren, Kontakte ins CRM übertragen und Follow-up-Mails innerhalb von 48 Stunden senden. Nach zwei Wochen ohne Antwort nachfassen.
Warum sind FKM-geprüfte Besucherzahlen wichtig? Sie liefern nach einheitlichen Regeln erhobene Werte zu Besuchern und Ausstellern. Damit vergleichen Sie Messen sachlich statt nach Prospektangaben.